Triumphkreuz über dem Altar

Nach der Freude über die gelungene Restaurierung des Marienleuchters vor Ostern 2018 richten wir unsere Aufmerksamkeit auf einen weiteren Schatz vorn in unserer Kirche: das sog. Triumphkreuz. Üblicherweise hängt, besser steht ein solches Kreuz mit dem leidenden, sterbenden oder auferstandenen Christus am Kreuz oben im Bogen der Trennwand zwischen dem Altarraum (auch Chorraum) und dem Hauptschiff der Kirche. In Lauenburg ist dafür aber wegen der Fürstengruft unter dem Hochchor zu wenig Platz. So zog Christus mit seinem Kreuz mehrmals um, wie alte Fotos beweisen. Diese Ortswechsel haben, wie der Schmutz und der natürliche Verfall, der Figur und auch dem Kreuz mit den vier Symbolen der Evangelisten zugesetzt. So fehlte unten der geflügelte Stier für Lukas und wurde erst in den 50er Jahren des 20. Jhs. wieder angefügt.


Am Korpus fehlt an zahlreichen Stellen die Fassung, die weiße Grundierung scheint durch, an den Teilen der Beine und am Brustkorb liegt das Material aus Eichenholz ganz frei. Figur und Kreuz müssen gründlich vom Staub und Ruß gesäubert werden, lose Stellen der Farbe gefestigt und vielleicht behutsam ergänzt werden. Zudem wurde ein mikrobieller Befall festgestellt, der bekämpft werden muss.


Der Lauenburger Restaurator Gerold Ahrends hat sich das Objekt angeschaut Sein erstes Angebot vom Oktober 2018 mündete in einen Beschluss des Kirchengemeinderates. Darin sind aufgelistet: einerseits eine Farbuntersuchung, Oberflächen-Reinigung, Schimmel-Behandlung, Holz- und Metall-Konservierung und Malschicht-Befestigung, andererseits die Kittung der Fehlstellen und die Retusche - auch die Dokumentation.


Am sonnigen 26. Februar 2019 trafen sich die Fachleute vom Landesamt für Denkmalpflege, vom Landeskirchenamt und von der Bauabteilung des Kirchenkreises mit Herrn Pastor Graffam und Frau Regina Szymanski, diese beiden zugleich für den Kirchengemeinderat, vor Ort (siehe Bericht in der Lauenburgischen Landeszeitung). Doch so einfach loslegen, geht nun doch noch nicht.


Die Mittel für Bauunterhaltung und Denkmalerhalt sind, da bereits zwei Monate des neuen Jahres verstrichen sind, zum großen Teil bereits verplant. Um Fördergelder einzuwerben, müssen diese zuerst angefragt und genehmigt sein, bevor die Baumaßnahme startet. Da die Kosten an der Schwelle vom vier- in den fünfstelligen Bereich liegen dürften, sollen zuerst die Arbeiten zur Bestandsaufnahme und -bewertung angepackt werden. Diese sollten am besten im Frühherbst geschehen. Dann will sich die Fachleuterunde ein zweites Mal zusammenfinden, um sich erneut zu beraten, was ggf. erneuert bzw. ergänzt werden soll.


Bis dahin heißt es, Gelder einzusammeln. Ein Vereinsmitglied hat bereits eine erste Spende von 1.000 Euro zugesagt.


Kreuz und Körper stammen aus einer Lübecker Werkstatt, vermutlich sogar von Bernt Notke, und werden auf das ausgehende 15. Jahrhundert datiert. Ursprünglich gehörte es wohl zu einer Triumphkreuzgruppe, die wie z. B. in den Domen zu Ratzeburg und Lübeck aus Jesus, der Mutter Maria und dem Lieblings-Jünger Johannes besteht.

Ihr Einsatz

Christus am Kreuz, vier Symbole der Evangelisten an den Enden

Triumphkreuz. Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern.

Helfen auch Sie mit einem Geldbetrag, den leidenden Christus am Kreuz wieder aufzufrischen und ihm den Schmutz der Jahrhunderte abzunehmen.

Bericht 50er Jahre Arbeiten 50er Jahre Spenden Lauenburg, Triumphkreuz über dem Altar Mitglied werden BrBeitritt.pdf

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Denkmalrunde: Regina Szymanski, Liane Kreutzer, Gerold Ahrends, Dr. Dirk Jonkanski, Klaus-Peter Gauer, Philip Graffam, vorn Andreas Tech, Karin Lohmeier und Hans-Jürgen Rumpf.

Um den Konzertflügel stehen: Regina Szymanski (KGR), Liane Kreutzer (Kirchenkreis,

Kirchenbauabteilung), Gerold Ahrends (selbst. Restaurator), Dr. Dirk Jonkanski (Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein), Klaus-Peter Gauer (Landeskirchenamt, Baudezernat), Philip Graffam (Pastor der Kirchengemeinde), vorn Andreas Tech (KK-Bauabteilung), Karin Lohmeier (Lauenburgische Landeszeitung) und Hans-Jürgen Rumpf (Vorsitzender Kirchenförderverein).

Ortstermin 2019

Freunde und Förderer der evangelisch-lutherischen Kirche in Lauenburg/Elbe e.V.

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