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Orgel hat ihre Macken

Pastor Ulrich Billet würde der Orgel in der Maria-Magdalenen-Kirche gerne zu einem besseren Klang verhelfen. Doch eine Generalüberholung kostet viel Geld.

Foto: Elke Richel
Lauenburg.  Sie ist das Prunkstück in der Maria-Magdalenen-Kirche und gleichzeitig das Sorgenkind der Gemeinde: die Orgel, deren prachtvolles Holzgehäuse – auch der Prospekt genannt – aus dem Jahre 1625 stammt. Auch wenn nur ein geübtes Ohr hört, dass die „Königin der Instrumente“ inzwischen so ihre Macken hat: Experten haben die Lauenburger Orgel in den vergangenen Jahren mehrmals untersucht. Demnach müsste das gesamte Innenleben des Instrumentes, das 1961 entstand, ausgetauscht werden.

Von außen betrachtet, flößt die Lauenburger Orgel ein Gefühl von Ehrfurcht ein, selbst wenn man ansonsten nur selten eine Kirche betritt. „Soli Deo Gloria“ – auf Deutsch „Einzig zur Ehre Gottes“ – prangt in goldenen Lettern auf dem dunklen Holz. Johann Sebastian Bach schrieb diese Initialen ans Ende einer jeder seiner Partituren, um seinen tiefen Glauben zu bekunden. Wenn die Hände von Organistin Katja Bauke über die Tasten fliegen, ihre Füße die Pedalen treten und sie die Register zieht, um die Klangfarbe der Orgelpfeifen zu ändern – dann überspielt sie im wahrsten Sinne des Wortes die Schwächen des Instrumentes.

Vom sanften Pianissimo bis zum donnernden Fortissimo holt sie das Letzte aus den Pfeifen raus. Das ist auch die Technik von Pastor Ulrich Billert, ebenfalls ein ausgebildeter Kirchenmusiker. „Ein Viertel aller Register kann nicht mehr bespielt werden. Damit kommt die Strahlkraft unseres wunderbaren Instrumentes nicht zum Vorschein“, bedauert er.
Eine neue Orgel würde rund 800.000 Euro kosten
Natürlich wäre es am sinnvollsten, in den denkmalgeschützten Prospekt ein nagelneues Instrument einzupassen. Zu diesem Ergebnis kam vor einigen Jahren Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Petersen. Doch Ullrich Billet erklärt: „Das ist vollkommen unrealistisch. Eine neue Orgel würde etwa 800.000 Euro kosten. Das kann sich die Gemeinde nicht leisten“

Was also tun, damit es in der Maria-Magdalenen-Kirche mit der hervorragenden Akustik in Zukunft wieder hochkarätige Orgelkonzerte gibt? Der Pastor sieht dafür nur zwei Wege: entweder eine gebrauchte Orgel kaufen oder eine gründliche Reparatur veranlassen, die die Mängel des Instrumentes beseitigt. Egal wofür sich der Kirchenvorstand auch entscheidet, beide Wege kosten viel Geld.
Kirchengemeinde will Fördertöpfe aufspüren und um Spenden werben
Billet hat schon mal im Internet nach gebrauchten Instrumenten, etwa aus umgewidmeten Kirchen, geschaut: Der Kaufpreis selbst wäre mit rund 50.000 Euro der kleinste Kostenfaktor. Abbau, Aufbau und Transport würden mit rund 100.000 Euro zu Buche schlagen.

Aber auch durch eine gründlichen Reparatur könne aus dem fast 60 Jahre alten Instrument noch einiges herausgeholt werden, meint Billet. Damit seien allerdings nicht die verschiedenen Versuche der Vergangenheit gemeint, durch Reinigung oder kleinere Maßnahmen eine Verbesserung des Klangbildes zu erreichen. Erforderlich sei eine gründliche Überholung. „Wir haben in den vergangenen Jahren begonnen, Geld zu sammeln für den Erhalt der Orgel. Das reicht aber nicht“, sagt Billet. Deshalb will er jetzt gemeinsam mit Organistin Katja Bauke und dem Kirchenvorstand versuchen, entsprechende Fördertöpfe aufzuspüren.

Auch Spenden sind willkommen, siehe rechts.

Die Kemper-Orgel: Wer in der Maria-Magdalenen-Kirche seinen Kopf zur Westempore hinauf wendet, bestaunt die barocke Pracht des Orgelprospekts. Mit Buchstaben und Ziffern ist hier alles exakt dokumentiert: Die Schauseite wurde 1625 aufgesetzt. Zu verdanken ist sie Hinnerk Krögern aus Hamburg –und damals zahlreichen Lauenburger Spendern. Zwei weitere Jahreszahlen fallen auf: 1797 und 1904 – mit dem Zusatz „Erneuert“. Der Zahn der Zeit nagt an jedem Instrument – und der Verschleiß, da es sich um etliche bewegliche Teile handelt. Die vierte Jahreszahl ist 1961. Damals hat die Lübecker Orgelwerkstatt Kemper, von der übrigens auch die Orgel in der St.-Marien-Kirche zu Lübeck stammt, letztmalig Hand an die Orgel gelegt und moderne Materialien verbaut, die nicht so langlebig sind wie die früherer Jahrhunderte. Mehrere Kirchengemeinden in Deutschland haben ihre Kemper-Orgeln bereits abgebrochen und durch neue ersetzt.

Lauenburger Landeszeitung, von Elke Richel, 11. Juli 2020
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